Member Spotlight Mai 2020 | Kerstin

50° Nord Ultras!

Wir sind noch ganz aufgeregt, dass wir in dieser Woche die Box nach acht Wochen Pause wieder öffnen konnten und nun wieder gemeinsam mit euch trainieren können! Es liegt eine nicht ganz einfache Zeit hinter uns und wir möchten uns bei euch für euren Support bedanken. Mit euren Nachrichten, Bildern, Videos und Posts habt ihr uns und die Community motiviert und durch die letzten Wochen geholfen.


Besonderen Respekt geht an alle, die an unseren HomeWODs teilgenommen haben und sich durch die Umstände nicht von ihren Zielen haben abbringen lassen - Chapeau!


Hervorgetan hat sich dabei insbesondere Kerstin, die beinahe täglich ihre Scores gepostet, uns alle motiviert und angefeuert hat. Obwohl sie noch gar nicht so lang Teil unserer Community ist, hat sie mit ihrer Disziplin und ihrer positiven Einstellung jene Qualitäten bewiesen, die wir bei 50° Nord anstreben und zum Vorbild nehmen wollen.



Kerstin Bonnard

Member seit November 2019


Hey Kerstin! Bei 50° Nord bist du primär in den Hyrox Kursen anzutreffen – viele der Member wissen vielleicht gar nicht so genau wer du bist. Möchtest du dich vielleicht kurz vorstellen?


Puh, wo soll ich anfangen? Erstmal vielen Dank, dass ihr mich für das Interview ausgesucht habt. Damit hätte ich echt nicht gerechnet und ich fühle mich geehrt!


Ich bin sportverrückt wie alle hier, arbeite als „Bürostuhlakrobatin“ im Öffentlichen Dienst und komme aus einem kleinen Dörfchen bei Alsfeld (Nähe Neustadt / Hessen).


Sportlich ging es bei mir mit dem obligatorischen Kinderturnen los, als Teenie dann kurzzeitig Tennis und auch beim traditionellen Schutz- und Fährtenhundesport war ich jahrelang unterwegs. Als es danach im Fitnessstudio doch zu einseitig wurde, bin ich in unseren lokalen Kampfkunstverein gewechselt. Dort war ich bald in nahezu allen Kursen vertreten, von Brazilian Jiu Jitsu über Kickboxen bis hin zu Filipino Martial Arts mit und ohne Waffen…nach diversen Gürtelprüfungen ging es im FMA sogar bis zur D-Lizenz. Aufgrund eines langwierigen Schulter-Impingements war meine Trainerlaufbahn leider nur kurz. Vor ein paar Jahren habe ich dann die Kampfkünste (vorerst) aufgeben müssen.


Mit CrossFit ging es 2010 so allmählich los. Erstmal nur als gelegentliche Ergänzung, mittlerweile widme ich mich dem nun aber verstärkt. Mein Gym zuhause ist ja in erster Linie ein Kampfkunst-Dojo und keine professionelle CrossFit Box, insofern von der Ausstattung mit 50° Nord nicht zu vergleichen. Wenn es nicht so weit wäre, würde ich definitiv öfter nach Mainz kommen…leider hab ich ja 1,5 Stunden Anfahrt.


Wie bist du aufs Hyrox gestoßen und wie hast du dann zu 50° Nord gefunden?


Hyrox habe ich letztes Jahr über Facebook für mich entdeckt. Ich war spontan begeistert und als „offizielles Hyrox-Gym“ bin ich auch bald auf 50° Nord gestoßen. Nachdem ich mal spontan Jütti (thomas@crossfit50grad.com) angeschrieben hatte, hat es nicht lange gedauert und ich war das erste Mal da. Wie gesagt, ich würde gerne öfter kommen – Hyrox ist toll!

"Viele aus der Community wissen gar nicht, dass du mit einigen Einschränkungen zu kämpfen hast. Kannst du uns ein bisschen etwas darüber erzählen und wie du im Trainingsalltag damit umgehst?"

Ich bin hörgeschädigt seit ich vierzehn Jahre alt bin – aufgrund einer Überdosis Medikamente. Eine etwas längere und unschöne Geschichte, die hier den Rahmen sprengen würde… wer es genauer wissen möchte, kann mich aber gerne direkt fragen!


Im Training läuft alles „auf Sicht“ bzw. zur Not mit Händen und Füßen, da ich die Hörgeräte beim Sport rausnehmen muss. Daher sage ich immer vorher Bescheid, gerade wenn ich neu wohin komme oder mit jemand Unbekanntes zu tun habe – muss man ja wissen.


Bei sportlichen Veranstaltungen frage ich auch immer vorher nach, wie alles organisatorisch abläuft, ehe ich irgendwo vor vollendeten Tatsachen stehe und mich nicht zurechtfinde. Zumal ich da auch oft allein unterwegs bin. Aber egal ob es der normale Trainingsbetrieb, Prüfungen, Wettkämpfe oder Lehrgänge waren: die Veranstalter sind immer sehr freundlich, entgegenkommend und hilfsbereit, da hab ich noch nie irgendwas Negatives erlebt!


Ich muss eben damit leben, es ist ja nicht zu ändern. Wenn ich aber bedenke, was sonst noch alles hätte sein können… da kam ich insgesamt noch gut weg.


Nachdem die Box vorübergehend schließen musste, haben wir begonnen täglich HomeWODs auf unserem Blog zu posten, wobei du beim Posten der Scores zu unseren fleißigsten Membern gehörst. Wie hat sich dein Leben durch die aktuelle Situation verändert und welche Rolle spielt das tägliche Training für dich?


Im Privatleben komme ich, insgesamt gesehen, klar. Man macht sich natürlich so seine Gedanken und fragt sich, wie lange alles noch dauert und wie es weitergeht. Es beschäftigt mich und macht mir auch irgendwie Angst, obwohl ich mir nicht ständig den Kopf drüber zerbrechen kann und will.


Das Training spielt nach wie vor eine große bis sehr große Rolle für mich, gerade jetzt lenkt es auch gut ab. Die HomeWODs finde ich super, das ist so ziemlich das einzig Gute an dem ganzen Zirkus. Ich hätte mich bestimmt auch selbst beschäftigen können aber was CrossFit betrifft, habe noch nie so oft, so gut und so strukturiert trainiert wie momentan. Dadurch hab ich auch erkannt, wo es in meinem bisherigen Training leistungsmäßig nicht mehr weitergeht und dass ich etwas ändern muss.


Kleine Schnellfragerunde! Was sind deine Lieblingsübungen?


Sit-ups, Sled-Push & -Pull und Slam-Ball-Hits!


….und deine Hassübung?


Turkish-Get-ups!


Hast du ein liebstes Cheatfood?


Alltime-Favs sind definitiv: Knoppers, Duplo, Nippon & Bounty!


Hast du irgendwelche Gewohnheiten, die jemanden, der dich nicht gut kennt, überraschen würden?


Vielleicht mein „böser Blick“, sprich oft finsterer Gesichtsausdruck…wenn man mich nicht kennt denkt man vermutlich „Oh Gott, was ist denn das für eine, wie ist die denn drauf?!“. Aber das täuscht und passiert unbewusst. Ich falle immer aus allen Wolken, wenn ich drauf angesprochen werde!


Was tust du, wenn du im Training oder im normalen Alltag das Gefühl bekommst, dass dir alles über den Kopf wächst oder du deinen Fokus verloren hast?


Im Training hatte ich das so nur einmal vor Jahren, als ich nahe dran war, vor lauter Vorbereitungsstress eine Gürtelprüfung hinzuschmeißen…im Alltag kommt es schon mal vor, dass ich mich entweder kurz und lautstark aufrege oder mich mit Junkfood, einer DVD oder einem guten Buch im Wohnzimmer verbarrikadiere. Manchmal verschwinde ich auch mal zu Fuß oder mit dem Rad irgendwo in die Natur, wo ich niemandem begegnen muss. Je nach dem, wonach mir gerade ist.


Wenn du irgendwo in der Welt eine riesige Plakatwand anbringen könntest, die jeden Tag von Millionen Menschen gesehen wird: was würde auf der Wand stehen?

(Wenn dir diese Frage eher weiterhilft: gibt es irgendwelche Sprüche oder Zitate, an die du oft denkst und versuchst in dein Leben einzubringen?)


Ja, da gibt es ein paar…

„Gut ist nicht genug, wenn besser möglich ist.“

„Um zu erreichen, was du noch nie erreicht hast, wirst du Dinge tun müssen, die du noch nie getan hast.“

„Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.“

„Du kannst sieben Mal hinfallen, aber du musst acht Mal wieder aufstehen.“


Gibt es irgendwelche Ziele, die du dir in deinem Training gesteckt hast?


Irgendwann beim Hyrox mal in meiner Altersgruppe auf dem Treppchen zu stehen, wäre natürlich schön! Aber da will ich noch kleinere Brötchen backen und peile erstmal die 1:30er-Zeit an.

Ansonsten: Besser geht immer! Einerseits ist mir schon klar, dass ich keine zwanzig mehr bin. Andererseits kann leistungsmäßig das Ende Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein! Damit finde ich mich nicht ab!



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